www.yoga-leben-inspiration.de-Bild Deutsches Ärtzeblatt-12-25.03.2016 - Yoga Wirksamkeit bei psychischen Störungen- Beitrag 15.04.2016
Yoga

Aktuelle Studie zur Wirksamkeit von Yoga

Die Zahl, der mittlerweile Yoga-Praktizerenden lässt darauf schließen, dass Yoga nicht nur eine besondere Anziehung, sondern auch Auswirkung auf den Übenden hat. Inzwischen sollen allein in Deutschland 2,6 Millionen regelmäßig ihre Yogamatte ausrollen. Hinzu kommen die, die sich für Yoga interessieren und fest vorhaben, einen Kurs zu besuchen. Jeder Einzelne macht in seiner Praxis, ob nun 1x in der Woche oder täglich, seine ganz eigenen Erfahrungen. Die Wirkungen von Yoga sind auf mehreren Ebenen spürbar: physisch, mental wie auch seelisch. Yoga wirkt eben ganzheitlich.

Eine aktuelle Studie hat sich nun mit der Wirksamkeit von Yoga bei psychischen Störungen befasst. Der Beitrag dazu hat es sogar auf die Titelseite vom „Deutsches Ärzteblatt“ geschafft! Gut für mich, so ist er mir beim Blick in den Briefkasten gleich ins Auge gefallen. (Eine Mieterin ist Ärztin.) Ich war sehr überrascht und natürlich auch hoch erfreut, verhält sich die Wissenschaft gegenüber Naturheilverfahren doch meist eher skeptisch. Nicht, dass ich je ernste Zweifel an der so alten Naturwissenschaft Yoga gehegt hätte, aber manch einer braucht erst den „Beweis“, bevor er aktiv wird. Zu den ersten Yogatherapieeinheiten die ich unterrichtete, nahm ich immer einen Ordner mit, für besonders interessierte Patienten. Darin befanden sich unter anderem Berichte über aktuelle Studien, meist aus Amerika, die auch in der Yoga Aktuell veröffentlicht wurden. Von Interesse waren zum Beispiel Yoga im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen, Raucherentwöhnung und Krebs.

Nun, in einer der letzten Ausgaben der Zeitschrift „Deutsches Ärzteblatt„, veröffentlicht am 25. März 2016, geht es um die Wirksamkeit von Yoga bei psychischen Störungen. Ein äußerst interessantes Thema, wie ich finde, da ich selbst noch bis vor kurzem Yogakurse im Rahmen der Therapie in der Psychosomatischen Indikation gegeben habe. Auch in unserer Yogaschule liegt der Fokus auf Stressmanagement und Burnout-Prävention. Viele, bereits in Therapie befindliche Menschen, finden ihren Weg zu uns.

Auf den Punkt gebracht:
In zahlreichen Studien wurde die Wirksamkeit von körperorientiertem Yoga in der Behandlung psychischer Störungen untersucht. Laut Bericht, konnten 25 Studien ausgewertet werden, in die 1.339 Patienten eingeschlossen waren. Schlussfolgernd heißt es, dass körperorientierter Yoga mit den zentralen Bestandteilen Asanas und Pranayama einen vielversprechenden komplementären Ansatz in der Behandlung psychischer Störungen darstellt. Dieser müsse in weiteren qualifizierten Studien untersucht werden.

Weiter heißt es:
„…Yoga kann den sogenannten „mind-body interventions“ zugeordnet werden, bei denen davon ausgegangen wird, dass physiologische Zustände, Emotionen, Gedanken und Einstellungen beeinflussen.“  Insofern wird Yoga als vielversprechender Therapieansatz zur Behandlung psychischer Störungen beschrieben, da er mit einigen Vorteilen aufwarten kann. Zum einen ist da eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung vorhanden, zum anderen entstehen verhältnismäßig geringe Kosten (Besuch von Gruppenkursen). Im Gegensatz zur pharmakologischen Behandlung treten kaum Risiken und Nebenwirkungen auf. Wenn es dem Patienten gelingt, eine regelmäßige Yogapraxis zu etablieren, kann das möglicherweise eine gute Vorsorge bezüglich eines Rückfalls sein.

„Die Effekte von Yoga auf das endokrine System, das Nervensystem und die körperliche Gesundheit sind mittlerweile gut dokumentiert. Eine Verringerung von Cortisol sowie eine Erhöhung von Serotonin- und Melatonin-Spiegeln nach regelmäßigem Yoga konnten empirisch belegt werden…“
Daneben stehen ein erhöhtes Ausmaß an Zufriedenheit, Selbstbewusstsein und eine verbesserte Selbstkontrolle nach Yoga in Zusammenhang mit geringerem wahrgenommenen Stress und einem höheren Wohlbefinden.“

„Zur Wirksamkeit von Yoga bei der Behandlung psychischer Störungen liegen einige systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen vor.“ Letztere berichten „über vielversprechende Befunde und kommen überwiegend zu dem Ergebnis, dass Yoga bei der Behandlung verschiedener psychischer Störungen im Hinblick auf diverse störungsspezifische Ergebnismaße wirksam ist. Lediglich eine Metaanalyse bei schizophrenen Patienten konnte keine signifikanten Effekte auf symptombezogene Endpunkte, sondern ausschließlich auf die Lebensqualität finden.“

Resümee:
Eine Verbesserung der Lebensqualität ist in den Phasen der körperlichen und psychischen Dysbalance, sprich Krankheit, ein erstrebenswerter Aspekt. Das Gefühl, sein eigenes Leben wieder in der Hand zu haben, und die Gelassenheit, die Dinge so anzunehmen, wie sie im Moment sind, ist für die meisten Betroffenen schon ein Segen. Gut zu wissen, dass das oft schon nach einer Yogastunde so spürbar anders ist und sich auch in messbaren Daten niederschlägt.

Quelle (Bild/ Texte zur Studie, „Zitate“)

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