Inspiration

An Wunder glauben

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Ein Mensch, der einer Krankheit wehrlos ausgeliefert ist und keine Hoffnung hat, sie aus eigener Kraft oder durch die Hilfe anderer Menschen zu überwinden, wird vielleicht um ein Wunder bitten, es erwarten, es erhoffen.

Wer um das Wunder nicht bitten mag, weil er meint, es gebe keine Wunder, zweifelt im Grunde am Sinn des Bittens überhaupt. Wenn er sein Recht, Gott um etwas zu bitten, ernst nimmt, dann kann sein Gebet zur Forderung werden:

Du musst ein Wunder tun!
Ohne ein Wunder ist alles zu Ende!

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Mit „Wunder“ ist ein Geschehen gemeint, das sich nicht erklären, sondern nur aus der Freiheit Gottes herleiten lässt.

Wer von der Freiheit des Menschen etwas hält, das heißt von seiner schöpferischen Kraft, von seiner Fähigkeit, etwas zu tun, was nicht zu sein brauchte, der wird unmöglich leugnen können, dass Gott Dinge tun kann, ohne dass er durch das Gesetz von Grund und Folge dazu gezwungen wäre.

Wer mit Gott spricht, wird ihn darum auch bitten, er möge in seiner Freiheit das Erlösende tun.

Um Genesung bitten, heißt, an Wunder glauben.
Man kann das nicht trennen.

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„Es kein Wunder für den,

der sich nicht wundern kann.“

Marie von Ebner-Eschenbach

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Jörg Zink
An Wunder glauben.
aus ders.: „Wie wir beten können“ Kreuz Verlag, Stuttgart 1991, S. 112

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