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Inspiration

Der Bettler und der Minister

Es war einmal ein Minister in einem Königreich. Jeden Tag ritt er reich geschmückt auf seinem Pferd, welches ebenfalls auf das Schönste hergerichtet war, zum Palast. Neben dem edlen Sattel, hatte das Pferd eine kostbar verzierte Decke auf dem Rücken. Die prächtige Kleidung des Herrn war mit Diamanten und Juwelen geschmückt.

Ein alter Bettler war jeden Tag im Park und sah ihn vorbeikommen. Nach ein paar Jahren sagte der Bettler einmal zum Minister: „Ich danke Dir so sehr.“

Der Minister fragte: „Warum und wofür dankst du mir?“
Antwortete der Bettler: „Du hast mich so reich beschenkt, vor allem mit deinen Juwelen.“

Der Minister fürchtete zunächst, er habe vielleicht Juwelen verloren und der Bettler habe sie gefunden. So fragte er: „Habe ich dir Juwelen gegeben?“

Da sagte der Bettler: „Nein, aber jeden Morgen und jeden Abend sehe ich dich so geschmückt mit all diesen Juwelen und in all deiner Pracht. Und das ist ein schöner Anblick, an dem ich mich erfreue und so Kraft für den ganzen Tag daraus schöpfe.“

Der Bettler sieht die Juwelen, weil sie nicht ihm gehören und er sie nicht selbst trägt. Er kann sich daran erfreuen, während der Minister sie nicht selbst vor Augen hat. (Der Bettler braucht sich keine Sorgen um den eventuellen Verlust der wertvollen Besitztümer machen.) Natürlich könnte er auch vor Neid erstarren und bei sich denken: „Der hat so viele Juwelen und ich muss von Bettelgaben leben.“

 

 

aus „Yoga Geschichten“ von © Sukadev V. Bretz
(mit leichten textl. Änderungen)
photo © pixabay

 

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