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Inspiration

Der Schattenspringer

Ein junger Mann wollte Gutes tun und ein guter Mensch sein.

Oft jedoch gelang es ihm nicht.
Seine Bequemlichkeit siegte und anstatt Gutes zu tun, verschanzte er sich hinter Trägheit und Ausreden.

Jeden Abend, wenn er ins Bett ging, sah er sich in einem Traum. Dort stand er in einer wunderschönen, sonnendurchfluteten Landschaft. Die Sonne hoch am Himmel und vor seinen Füßen ein klarer, dunkler, scharf umrissender Schatten. Der Schatten war das Symbol für seine Schwächen, seine Trägheit und Bequemlichkeit.

In seinem Traum versuchte er immer wieder über seinen Schatten zu springen. Er wollte so gerne seine Schwächen überwinden. Jede Nacht arbeitete er in seinem Traum daran. Er erfand neue Sprungtechniken, machte immer höhere und weitere Sprünge. Doch es wollte ihm nie gelingen, seinen Schatten hinter sich zu lassen.

Viele Jahre ging das so.

Eines Nachts sah er sich auf einer Wanderschaft mit dem heiligen Franz. Der wirkte ständig ausgeglichen und fröhlich und unser Schattenspringer fragte ihn nach seinem Geheimnis.“Wie schaffst Du es nur, ständig so ausgeglichen und fröhlich zu sein? Wenn ich auf meine Fehler schaue und versuche darüber hinweg zu kommen, so drückt mich das zu Boden und macht mich unglücklich. Ich schaffe es nicht wirklich.“

Der heilige Franz lachte und antwortete ihm: „Auch ich habe noch viele Fehler, auch, wenn Du sie nicht siehst. Die einzige Lösung, die es gibt, lautet: Schau auf Gott, nicht auf Deine Fehler, sieh Deine Stärken, nicht Deine Schwächen. Mit dem, womit Du dich beschäftigst, zu dem wirst Du.“

Langsam dämmerte die Erkenntnis in unserem Schattenspringer.

In der folgenden Nacht sah er sich in seinem Traum, wie er sich von seinem Schatten ab- und der Sonne zuwendete. Er spürte die angenehme Wärme und das Licht, dass ihn nun durchflutete und das er all` die Jahre lang nicht wahrgenommen hatte. Er hatte seinen Schatten übersprungen.

Und von diesem Tage an war auch er ein glücklicher und ausgeglichener Mensch.

Was nicht bedeutet, dass er keine Schwächen mehr hatte. Die waren ihm wohl bewusst, er steckte lediglich keine Energie mehr hinein.

Liebe Grüsse aus Meinem Sein, Dean
© Dean Orig – mit Herzensdank ღ C

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2 Kommentare

  • Antworten Petra Pinnel-Staud 25. Juni 2017 at 8:43

    Vielen Dank für diese aufmunternde Geschichte.
    Liebe Grüße Petra

    • Antworten Constanze 25. Juni 2017 at 14:11

      Liebe Petra,
      auch Dir für Deinen Feedback. Ist mir eine Freude.
      Wünsch Dir einen tollen Sonntag <3 C

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