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Inspiration

Die Geburt des Schmetterlings

Ein Mann hatte in seinem Garten einen Strauch mit einem Kokon entdeckt, in dem schon ein kleines Loch war. Interessiert beobachtete er den Schmetterling darin, der sich abmühte, durch das enge Loch zu schlüpfen. Stundenlang kämpfte der Schmetterling, um sich daraus zu befreien. Voller Mitgefühl ging der Mann in die Küche, holte eine kleine Schere und weitete vorsichtig das Loch, damit das Insekt es leichter hatte, und sein Mühen belohnt wurde.

Nun – der Schmetterling befreite sich nun leicht, und schnell war er dem Kokon entschwunden. Was der Mann nun dann sah, erschreckte ihn doch sehr. Der Schmetterling, der da entschlüpfte, war ein Krüppel.
Die Flügel waren ganz kurz und er konnte nur flattern aber nicht richtig fliegen.

Weil er sich keinen Rat wusste, ging der Mann zu seinem Freund, einem Biologen, und fragte diesen:
„Warum sind die Flügel so kurz? Und warum kann dieser Schmetterling nicht richtig fliegen?“

Der Biologe fragte ihn, was er denn gemacht hätte. So erzählte der Mann ihm, wie er dem Schmetterling geholfen hatte, leichter aus dem Kokon zu schlüpfen.
„Das war das Schlimmste was du tun konntest. Denn durch die enge Öffnung, ist der Schmetterling gezwungen, sich hindurch zuquetschen. Erst dadurch werden seine Flügel aus dem Körper herausgequetscht. Wenn er dann ganz ausgeschlüpft ist, kann er fliegen. In dem Du seine Anstrengung verkürzt und ihm einen schnellen Erfolg beschienen hast, wird er nun in seinem ganzen Leben eingeschränkt sein.“

Unser Weg im Leben ist das Ziel, mit allen Höhen und Tiefen. Die Höhen sind die kleinen Meilensteine, die uns den Weg leichter machen, weil sie uns Freude und Glück bescheren. Die Tiefen aber, Schmerz, Leid, Anstrengung und Rückschläge sind es, die uns wachsen & reifen lassen. Wir werden zu dem, der wir in diesem Leben sein sollen und können so, der Aufgabe gerecht werden, die das Leben uns zugedacht hat.

Jeder hat seine Aufgabe und so auch seinen Weg. Und natürlich unterstützen wir unsere Kinder, Familie und Freunde, aber trotzdem muss jeder seinen Weg gehen: seinen eigenen Berg erklimmen und sich an der Aussicht erfreuen und sein Tal durchwandern, mit der Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht.

Ich wünsche Dir dafür Mut, Kraft und Freude – vor allem aber das Vertrauen darauf, dass alles im Leben durchlebt werden will & muss, und seinen Sinn hat. Nicht vergessen: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

Namasté, Constanze

 

Danke für die Inspiration zur Geschichte an Lichtkreis
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