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Inspiration

Die Gewohnheit(en)

Es war einmal ein Junge, der kam aus armen Verhältnissen.

Sein Vater verdiente gerade so viel, dass er die Familie mit dem Nötigsten versorgen konnte.

Es war deshalb alles sehr knapp, reichte aber.

Als der Junge vierzehn Jahre war, wurde sein Vater entlassen. Auf einmal hatte die Familie selbst das Wenigste nicht mehr.

Der Junge hatte noch nichts gelernt, womit er hätte Geld verdienen können, wollte aber trotzdem seiner Familie helfen.

Er ging deshalb betteln, was ihm sehr schwer fiel, aber er half damit seiner Familie zu überleben.

Dies ging einige Jahre so.

Als er zwanzig war, erfüllte sich für ihn ein Traum.

Er fühlte sich in ein Märchen versetzt.

Eine ausländische Familie lernte ihn kennen und lieben und kaufte ihm ein Auto, damit er sich als Taxifahrer eine Existenz aufbauen konnte.

Darüber hinaus überwies sie monatlich so viel Geld, dass er die Anfangschwierigkeiten seiner neuen, kleinen Karriere überstand.

Nun war er ein  kleiner Unternehmer. War auf einen Schlag selbständig.
Trotzdem konnte er seine in diesen sechs Jahren entstandene Angewohnheit nicht überwinden: Er bettelte immer noch. Er fühlte sich immer noch als einer der Ärmsten der Armen.

Er hatte immer noch Angst zu verhungern.

Er sah allein im Geld die Lösung aller Probleme.
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Bedenke:

Das Leben formt deine und die Gewohnheiten anderer. Und Gewohnheiten haben die Eigenschaft, fest zu haften.

Achte deshalb genau darauf, welche Gewohnheiten du annimmst. Das heißt, lasse nur das zur Gewohnheit werden, was gut, hilfreich und notwendig ist.

Hüte dich vor schlechten Gewohnheiten, sie bekommen schnell Macht über dein Leben, und du könntest große Schwierigkeiten haben, dich wieder von ihnen zu befreien, wenn du es eines Tages wolltest.

Gleichzeitig denke an den armen Jungen, wenn dich die schlechten Gewohnheiten anderer stören: Vielleicht hatten sie ebenfalls so schwere Lebensbedingungen wie er, wodurch sie nicht in der Lage sind, ihre Gewohnheiten von heute auf morgen zu verändern – selbst wenn sie es wollten.

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© Stephan Stepski-Doliwa
in „Zeitlose Wahrheiten für jeden Tag“

Bildquelle

 

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