Dateianhang-Details Image filter www.yoga-leben-inspiration.de-Die-Yin-und-Yang-Theorie-Yin-Yang-Yoga-August-2016-photo-©-pixabay
Leben, Yoga

Die Yin-Yang-Theorie

Die Yin-Yang-Theorie beruht auf dem philosophischen Konzept von zwei polaren Gegensätzen: Yin und Yang genannt. Diese komplementären Gegensätze stellen weder Kräfte noch materielle Wesenheiten und auch kein mythisches Konzept dar, welches die Rationalität transzendiert. Vielmehr müssen sie als nützliche Bezeichnungen betrachtet werden, die der Beschreibung der Beziehung der Dinge zueinander und zum Universum dienen. Sie werden benutzt, um den immerwährenden Prozess natürlicher Veränderung zu erklären.

Die Begriffe Yin und Yang rücken aber nicht nur universale Zusammenhänge aus. Sie repräsentieren ebenso eine Weise des Denkens. Innerhalb dieses Gedankensystems werden alle Dinge als Teile des Ganzen gesehen. Das einzelne Phänomen kann niemals von seiner Beziehung zu anderen Phänomenen getrennt werden. Kein Ding kann an und für sich selbst existieren. Es gibt nichts Absolutes. Yin und Yang beinhalten notwendigerweise in sich selbst die Möglichkeit des Gegensatzes und der Veränderung.

Yin
Das Schriftzeichen Yin bedeutet ursprünglich die schattige Seite eines Hügels, womit solche Qualitäten wie Kälte, Ruhe, Empfänglichkeit, Passivität, Dunkelheit, Abnahme, das Innere und als Richtung das nach unten und einwärts Gehende verbunden werden.

Yang
Die ursprüngliche Bedeutung des Zeichens Yang war die sonnige Seite des Hügels. Der Begriff impliziert Helligkeit und bildet den Teil eines gebräuchlichen chinesischen Wortes für die Sonne. Yang wird mit folgenden Qualitäten assoziiert: Hitze, Anregung, Bewegung, Aktivität, Erregung, Vitalität, Licht, Zunahme, das Äußere und als Richtung das nach oben und auswärts Gehende.

Auf der Grundlage dieser Ideen entwickelt das chinesische Denken und die chinesische medizinische Tradition (Traditionelle Chinesische Medizin, kurz: TCM) im Laufe der Zeit fünf Prinzipien von Yin und Yang.

1. Alle Dinge haben zwei Aspekte: einen Yin-Aspekt und einen Yang- Aspekt

„Der Himmel ist hoch, die Erde ist tief, und damit sind beide festgelegt.
Nun, da Höhe und Tiefe bestimmt sind, hat auch das Erhabene und das Bescheidene seinen Platz.
Da Aktivität und Stille ihre Beständigkeit haben, werden das Starke und das Schwache unterschieden. …
Kalte und warme Jahreszeiten wechseln einander ab. …
[Der Himmel] weiß um den großen Anfang und [die Erde] bringt die Dinge zur Vollendung…
[Himmel] ist Yang, und [Erde] ist Yin.“
Zou Yen (Philosoph ca. 305-240 v. Chr.)

2. Jeder Yin- und jeder Yang-Aspekt kann wiederum in Yin und Yang unterteilt werden

3. Yin und Yang (er-)schaffen einander

„Denn Sein und Nichtsein erzeugen einander.
Schwer und Leicht vollenden einander.
Lang und kurz gestalten einander.
Hoch und Tief verkehren einander.
Stimme und Ton sich vermählen einander.
Vorher und Nachher folgen einander.“
Lao-tzu (Lao Zi)

4. Yin und Yang kontrollieren sich gegenseitig

„Wer auf den Zehen steht,
steht nicht fest.
Wer mi gespreizten Beinen geht,
kommt nicht voran.
Wer selber scheinen will,
wird nicht erleuchtet.
Wer selber etwas sein will,
wird nicht herrlich.
Wer selber sich rühmt,
vollbringt nicht Werke.
Wer selber sich hervortut,
wird nicht erhoben.“
Lao-tzu (Lao Zi)

5. Yin und Yang verwandeln sich ineinander

 

© Ted J. Kaptchuk „Das große Buch der chinesischen Medizin“
Bild

letzter Post Nächster Post

Wie findest Du diese Themen?

Keine Kommentare

Was sagst Du dazu?

Diese Seite nutzt Cookies! Infos

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close