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Inspiration

Eine Ostergeschichte – Teil 2

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Wer ist der Fremde?

Das laute Gackern der Hühner riss Johanna aus ihren Gedanken. Es war längst Zeit zum Füttern! Sie eilte aus dem Haus, doch das Sonnenlicht warf den Schatten eines Mannes direkt vor ihre Füße. Abrupt blieb sie stehen. Er sagte: „Nach seinem Tod ist dein Vater nicht allein, denn Gott hat ihn so lieb, dass er ihn aufgefangen hat. Er leidet nun auch nicht mehr an seiner Krankheit.“ Wer war der Fremde, der genau auf ihre Gedanken zu antworten schien? Der Mann legte leicht seine Hand auf Johannas Kopf mit den Worten: „Friede sei mit dir!“ Diese Stimme! Diese Worte! Das konnte nur Jesus sein. Johanna kniff die Augen zusammen, aber durch das Gegenlicht konnte sie kaum das Gesicht des Mannes erkennen. Bevor sie ihn fragen konnte, hatte er sich schon umgedreht.

Mutter und Tochter freuen sich über Jesu Auferstehung

Der Abend brach schon an, als Johannas Mutter nach Hause kam. Sie war erhitzt und sie strahlte über das ganze Gesicht. „Johanna, du wirst nicht glauben, was ich erlebt habe“,  rief ihre Mutter Maria. „Doch“, brach es spontan aus Johanna heraus: „Jesus ist wieder da. Ich habe ihn selbst gehen!“ Erstaunt sah ihre Mutter sie an und Johanna erzählte, was sie erlebt hatte. Dann berichtete ihre Mutter: „Du weißt doch, dass ich mit den beiden anderen Frauen zum Grab gehen wollte. Doch es war leer! Ein Engel sagte zu uns, dass wir uns nicht fürchten sollen und dass Jesus auferstanden sei,“ fuhr die Mutter fort. Sie habe sogar gehört, was Jesus seinen Freunden gesagt habe, bevor er sich verabschiedete: „Er legte uns ans Herz, anderen Menschen von ihm zu erzählen und sie zu taufen. Und er versicherte uns, dass er uns niemals verlassen werde,“ berichtete die Mutter. Er sagte, dass er immer bei uns sei, wenn wir an seine Worte glauben und von ihnen berühren lassen.

Lebensfreude, Vertrauen und Zuversicht

Nach dem Abendessen lief Johanna hinaus. Schon lange war sie nicht so glücklich gewesen wie heute. Sie ging noch einmal zu den Hühnern. Erstaunt murmelte sie: „Früher ist mir nie aufgefallen, wie ihr Gefieder in der Abendsonne glänzt.“ Plötzlich landete ein Steinchen vor ihren Füßen. Matthias hatte es geworfen! Erst stieg ein mulmiges Gefühl in ihr auf, doch dann erinnerte sie sich: Das Himmelreich gehörte ihr! Stolz blickte sie ihn an. „Schickes Kleid,“ rief er spöttisch. „Ja, das ist jetzt die neue Mode in Rom,“ antwortete Johanna selbtbewusst. Matthias musste lachen. „Ich habe ein Säckchen mit Murmeln. Wollen wir eine Runde spielen?“   Johanna lächelte.
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© Rita Deschner
Herzlichen Dank an: Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Textquelle
Auf der Seite befinden sich zur Geschichte wunderschöne Illustrationen von Karsten Fink und wissenswerte Randbemerkungen. Vielen Dank!

Bildquelle

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