Inspiration

Erleuchtungsgeist

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Einmal,

lass es vor langer Zeit gewesen sein, erkannte ein Eremit in seiner Höhle während einer Meditation, dass wir die Welt verzögert wahrnehmen.

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Alles, was wir sehen, geht mit Lichtgeschwindigkeit durch unsere Augen ins Bewusstsein.

Ehe daraus also ein bewusster Gedanke wird, ist der Bruchteil einer Sekunde vergangen.

Alles, was wir hören, ist noch langsamer, weil die Schallgeschwindigkeit geringer ist als die Lichtgeschwindigkeit.

Jede Berührung, die wir spüren, strömt noch langsamer durch unsere Nerven. Das ist zwar nur eine minimalste Zeitspanne, aber dieser kleine Versatz erzeugt in uns den Eindruck, es gebe Subjekt und Objekt.

Hier bin ich, da ist die Welt.

Und der Eremit beschloss, so lange vor der Höhlenwand zu meditieren, bis er diesen kleinen Versatz überwunden hätte und er die Welt direkt und ohne Verzögerung wahrnähme.

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Neun Jahre saß er vor der Wand, dann wurde er erleuchtet und wurde eins mit allen Erscheinungen der Welt.

So brachte Bodhidharma den Erleuchtungsgeist zu den Menschen, die es wissen wollten.

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Aus: „Die 108 Perlen der Mala“

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