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Leben

Ghee, ein ayurvedisches Haus- & Heilmittel

Seit ein paar Wochen, gibt es im cori yogashop ein kleines Sortiment an „Bio-Lebensmittel“ und Ghee darf da natürlich nicht fehlen. Ich verwende es in meiner Küche schon seit vielen Jahren mit Begeisterung und möchte das, was ich als „gesundheitlich wertvoll“ betrachte, gern mit Euch teilen.

In der ayurvedischen Küche hat das Butterreinfett (geklärte Butter) einen hohen Stellenwert und das nicht ohne Grund.

Ayurveda heißt es, ist die Kunst, gesund zu leben und sanft zu heilen. Der Name leitet sich von zwei Sanskrit-Worten
(Sanskrit auch Devanagari = heilige, altindische Sprache) ab: Ayur (Ayus) = Leben und Veda = Wissen – und ist somit das Wissen vom Leben oder, wird auch als die „Wissenschaft vom langen Leben“ übersetzt.

Ghee ist leichter verdaulich als andere Fette. Öl und Butter. Im Vergleich zu Pflanzenölen besteht es aus kurzkettigen, gesättigten Fettsäuren. Da es nicht oxidiert, bildet es keine freien Radikale, hält sich über einen langen Zeitraum ohne ranzig zu werden. Ghee ist ideal zum Kochen, Braten, Schmorren, Dünsten, Anrösten von Gewürzen, verfeinern von indischen/ ayurvedischen Gerichten und Backen. Alternativ zu anderen Fetten, mit einem leicht nussigen Geschmack, ist es auch sehr lecker, als flüssiges Topping auf dem Essen z.B. bei Milchreis oder Dal/ Kitchari. Die Speisen werden dank Ghee bekömmlicher, der Geschmack des Essens und dessen Inhaltsstoffe werden bewahrt und die Aufnahme dieser, insbesondere der fettlöslichen, vom Körper erleichtert. Die Verdauung wird gestärkt und Ghee selbst enthält wertvolle Vitamine und Mineralien: A, E, Magnesium, Eisen, Calcium, Phosphor und Natrium.

Neben der Küche, wird es auch bei Kuren eingesetzt. Man verwendet es im Ayurveda zur Entgiftung und Entschlackung des Körpers, da es fettlösliche Umwelt- und Körpergifte bindet, bei der Ausleitung unterstützt und die Doshas (Lebensenergien) balanciert. Laut klassischer Überlieferung, soll Ghee die Körperkanäle reinigen, die Gewebe erneuern und das Verdauungsfeuer (Agni) stärken. Im Rahmen von Gewichtsreduktion wird empfohlen, es kurz vor dem Essen einzunehmen, das es hilft den Appetit und das Hungergefühl zu stillen.

Es ist ein gutes Transportmittel, da es die Blut-Hirn-Schranke leicht überwindet und wird so auch in der ayurvedischen Heilkunst als Transportmedium eingesetzt, wie auch bei der äußerlichen Anwendung. Ghee erweist sich als ideales Hausmittel:

– bei Entzündungen der Haut auf die betreffende Stelle einreiben
– bei trockener Nase in den Nasenvorhof mehrmals täglich einreiben, es pflegt und befeuchtet diese
– bei Schlafstörungen hilft eine Fußmassage mit Ghee vor dem Einschlafen (für Geist & Körper)
– bei Verbrennungen kühlt und heilt es die Haut
– ideale Pflege für die Nägel und Nagelhaut
(mit der Schönheitsfrucht Amalaki – wundervoller Balsam für beanspruchte Nägel)

Ghee gibt es fertig zu kaufen oder man stellt es selbst her (nicht kompliziert, erfordert nur Zeit und Aufmerksamkeit – s. u.).

Unser „Classic Ayurveda Ghee“ wird aus österreichischer Alpenmilch (biologischer Butter) in einer kleinen Bio-Käserei (ohne Farb- und Konservierungsstoffe) hergestellt. Die Milch stammt von Kühen, die silagefrei gefüttert werden.

Hier das Rezept, für diejenigen, die sich selbst Ghee herstellen möchten (empfohlen auf Vorrat, damit der Aufwand sich lohnt):

Abhängig von der Menge die Sie zubereiten wollen 1 (250g) bis 3 oder 4 Packungen qualitativ, hochwertige Butter, (ungesalzen und ungefärbt) in einem Topf bei nicht zu hoher Hitze zum Kochen bringen. Sobald sich beim Siedepunkt Schaum auf der Oberfläche bildet, auf die niedrigste Stufe zurückschalten und ohne Deckel die flüssige Butter sieden lassen. Den Schaum immer wieder mit einem Löffel abschöpfen. Das Geräusch, welches während des Kochens entsteht, zeigt an, dass das Wasser in der Butter noch nicht komplett verdampft ist. Sobald Sie kein Geräusch mehr hören und sich keine Ablagerungen mehr zeigen, nehmen Sie den Topf sofort herunter vom Herd, da die Butter sonst schnell anbrennt.

Für ein halbes Kilo Butter ist die Kochzeit abhängig der Herdstufe ca. 30-60 min., für 2 Kilo kann es schon 2 Stunden sein. Es ist sehr wichtig, dass ab dem Siedepunkt der Butter die Hitze auf die minimale Stufe gedreht wird oder sogar zwischendurch ausgeschaltet werden muss, falls sie merken, dass das Ghee einbräunt oder anbrennt.

Nun wird das Ghee ein feines Haarsieb in ein Glas- oder Steingefäß gegossen und ohne Deckel abgekühlt. Wenn es fest geworden ist, empfiehlt es sich, das Ghee kühl zu lagern, aber nicht im Kühlschrank. Fertig ist das Ghee!

(Quellen zur textlichen Unterstützung: Amla und „Praxishandbuch Ayurveda“ – besten Dank!)
photo © privat

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