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Inspiration

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Heute für Euch, eine meiner Lieblingsgeschichten.
Nicht neu – war sie doch schon in meiner Sinngeschichtensammlung auf der „alten“ Website zu finden. Aber gerade wegen ihrer bedeutsamen Weisheit, gehört sie  u.a. zum meinem Geschichtenrepertoire in der Ausbildung zum  Yogalehrer / Yogatherapeut. Ich habe sie am vergangenen Wochenende in derzeit laufenden Basicstufe vorgelesen. In der Woche darauf, erhielt ich promt liebe Emailpost, mit Foto im Anhang. Einer Seminarteilnehmerin, kam beim Zuhören der Gedanke an ein Foto von ihren Zwillingen. Sie  wollte es sich nicht nehmen lassen, dass passende Bild mit mir zu teilen. Ich muss ihr zustimmen, die beiden sind wirklich süß (und heute erst, 5 Jahre später!)!
Ich freue mich ganz riesig und danke Dir, liebe Antje, fürs Foto und die Erlaubnis es für diese Geschichte zu verwenden. Ein perfekter Anlass, endlich auch diese Geschichte, in den Reigen der Erzählungen auf diesem Blog zufügen.

Ich wünsche Dir viel Freude beim Lesen und Nachsinnen,
herzlichst, Constanze

 

Gibt es ein Leben nach der Geburt?

Im Bauche der werdenden Mutter unterhalten sich zwei Embryos.
Einer von ihnen ein kleiner Skeptiker, der andere voller Vertrauen und Glauben.

Der kleine Skeptiker fragt: „Und du glaubst tatsächlich an ein Leben nach der Geburt?“

Sagt der kleine Gläubige: „Selbstverständlich, ja. Für mich ist es völlig klar, dass ein Leben nach der Geburt existiert. Unser Leben hier dient nur unserem Wachstum, damit wir uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten. Damit wir stark genug sind für das, was uns dort erwartet.“

Der kleine Skeptiker ist ärgerlich: „Das ist dummes Zeug! Es gibt kein Leben nach der Geburt. Wie sollte ein solches Leben auch aussehen!?“

Der kleine Gläubige: „Das weiß ich auch nicht. Aber es wird sicher sehr viel mehr Licht sein als hier. Und vielleicht werden wir sogar laufen und mit dem Mund essen!“

Der Skeptiker winkt ab: „Völliger Unsinn! Laufen gibt es überhaupt nicht. Und mit dem Mund essen ist nun wirklich eine völlig lächerliche Idee – wir haben die Nabelschnur, die uns ernährt! Schon deshalb ist ein Leben nach der Geburt völlig unmöglich: Die Nabelschnur ist viel zu kurz!“

Der Kleine Gläubige ist unbeirrt: „Es ist sicherlich möglich. Es ist einfach alles ein wenig anders, als wir es hier gewohnt sind.“

Der Skeptiker verliert langsam die Geduld mit so viel Naivität: „Niemand, aber auch niemand kam je zurück nach der Geburt! Sieh es ein: Die Geburt ist schlicht und einfach das Ende des Lebens. Punkt. Und überhaupt: Du und deine Traumgebilde! Das Leben ist eine große Sorge in der Dunkelheit und das war’s!“

Der kleine Gläubige mag dem nicht zustimmen: „Ich gebe zu, ich weiß nicht genau, wie das Leben aussehen wird nach der Geburt … aber auf jeden Fall werden wir dann die Mutter endlich sehen und sie wird sich um uns kümmern!“

Der Skeptiker verdreht die Augen: „Mutter!? Du glaubst an die Mutter? Lächerlich! Wo bitte soll die sein?“

Der kleine Gläubige macht eine große Handbewegung: „Sie ist hier! Überall um uns herum. Wir leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht existieren!“

Der Skeptiker kann es nicht fassen: „Meine Güte, das ist nun wirklich der Gipfel der Dummheit. Ich jedenfalls kann deine Mutter nicht sehen! Nicht mal ein Stückchen von ihr – es ist doch völlig offensichtlich, dass sie nicht existiert!“

Der kleine Gläubige schüttelt den Kopf und schließt die Augen: „Manchmal, wenn wir ganz still sind, höre ich, wie sie singt. Oder unsere Welt streichelt. Ich fühle und glaube fest daran, dass die Geburt ein neuer großer Anfang ist!“


Tschechisches Orginal von Míla Rejlková, Übersetzung und Bearbeitung durch David Rotter

Mit Herzensgrüßen an Antje und Ihre Zwillingsmädchen ღ sowie alle (unsere Yoga-) Zwillingsmamis ღ

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3 Kommentare

  • Antworten Antje Lange 7. März 2015 at 22:56

    Sieht wirklich toll aus die Seite (und übrigens auch die anderen Bilder in Deinem Blog ;o)

    Danke für das schöne Geburtstagsgeschenk und ganz herzliche Grüße aus der schönen Hansestadt!

    Antje

    • Antworten coriyoga Insel Usedom 1. Mai 2015 at 17:47

      Liebe Antje,
      vielen Dank 🙂 Die Bilder werden mit Sorgfalt und Freude ausgewählt.
      Freu mich auf unser Wiedersehen, liebe Grüße nach Rostock, Constanze

      • Antworten Antje Lange 1. Mai 2015 at 18:29

        Liebe Constanze,

        ich freue mich auch auf Dich ;o)

        Sonnige Grüße!!!

        Herzlichst Antje

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