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Leben

Holunder

An den Bahngleisen entlang, dem Schleichweg nach Zinnowitz, aber auch auf dem unbewohnten Grundstück neben uns,  wächst und gedeiht der Schwarze Holunder (Sambucus Nigra). Mit dem Wind weht immer mal wieder sein betörender Duft um die Ecke und lässt mich innehalten.

Der Holunder hat eine enge Verbindung zur Erde und ihren innewohnenden Kräften. Wer sich die Zeit nimmt, um sich unter einen freistehenden Baum zu setzen, kann sich mit diesen Energien verbinden. Es heißt, wenn man still und aufmerksam ist, kann man in seiner Nähe Zwerge, Gnome und Kobolde erleben. Allerdings sollte man das Einschlafen vermeiden, um nicht mit argem Kopfweh aufzuwachen. Ob diese von der Energie des Strauches, seinem intensiven Geruch oder den kleinen Geistern kommen, lässt sich längst nicht hundertprozentig klären. Und wo wir schon bei den mystischen Wesen sind: Zauberstäbe aus Holunderholz sollen von ganz besonderer Energie sein.

In vielen nördlichen Ländern glaubt man, dass Frau Holle als guter Schutzgeist in den Zweigen des Hollerbusches wohnte. Sie schützt vor Feuer, Seuchen und jeglichem Unheil. Der Holunderbusch gilt als guter Haus- und Hofgeist, welcher negative Energien sowie Unglück abwehrt oder unschädlich macht und in die Unterwelt ableitet. Die alten Germanen und Slawen verehrten den Schwarzen Holunder als Lebensbaum, der den Geist ihrer Sippe beherbergte.

Der Holunder, auch liebevoll „Weiße Göttin in Pflanzengestalt“ tituliert, vereint – wie die Göttin des Lebens und Todes – alle Gegensätze in sich. Weiß (die Blüten, auch das Mark in den Ästen) steht für das Leben, Schwarz (die Beeren) symbolisch für den Tod. Roh und unreif sind die Beeren auch giftig, gereift und gekocht allerdings heilend.

In Dänemark wird der Holunderbaum noch heute als Geburtsbaum verehrt. Schwangere berühren seine Zweige und versichern sich so der Nähe und Güte Frau Holles. Traditionell wird das erste Badewasser des Neugeborenen unter den Strauch gegossen, damit das Kind gesund bleibt. Erinnerst Du Dich an den alten Kinderspielreim?

„Ringel,  Ringel,  Reihe, wir sind der Kinder dreie.
Wir sitzen unterm  Hollerbusch und rufen alle husch, husch, husch.“

Der Holunder steht symbolisch für die Verbindung mit der Kraft der Erde. Das Gefühl fest verwurzelt zu sein, ist besonders in den schwierigen und turbulenten Phasen des Lebens von  überaus großer Wichtigkeit. Der Holunder bietet einen vertrauensvollen Schutz, Wärme und Geborgenheit. Menschen, für die das Leben ein stetiger Kampf bedeutet, erkennen neue Perspektiven und die Lösung für schwerwiegende Probleme. In Momenten, da wir uns mit der Kraft und Energie von Mutter Erde verbinden, befinden wir uns im Einklang mit der Natur. Tief in unserer Mitte und im Herzen spüren wir unsere naturgegebene Stärke, Urvertrauen und Gelassenheit. Wir können ganz klar das eigentliche Ziel unseres Lebens erkennen. Motiviert und gelassen wissen wir um den nächsten Schritt, den es zu machen gilt.

„Der Holunder ist ein Lehrer des Respekts in allen Beziehungen.“ Durch ihn können wir lernen, die Weisheit der Alten mit neuen Erkenntnissen und eigenen Erfahrungen zu verbinden. Wir erfahren unsere Wahrheit und entwickeln uns auf dieser Basis stetig weiter.

Mehr zur Heilpflanze findest Du in den folgenden 2 Beiträgen: Wirkung  und  Rezepte.
Viel Freude beim Lesen und Ausprobieren.

Textliche Unterstützung/ Quelle: „Kräuter für Körper und Seele“ von Ursula Stumpf – vielen Dank ღ
photo/ Collage © VinaC

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