www.yoga-leben-inspiration.de-Löwenzahn-Taraxacum officinale - 05.05.2016-photo by VinaC
Leben

Löwenzahn

“Wenn der Mai die Wiesen in goldblühende Löwenzahnteppiche verwandelt,
dann ist es, als wäre die Sonne selbst auf die Erde gefallen.”
Susanne Fischer-Rizzi

Ein Monat ganz für die Sinne, nicht umsonst der „Wonnemonat Mai“. Jedes Jahr habe ich das Gefühl etwas zu verpassen, wenn ich nicht draußen bin. Die Sonne und der Regen im April und nun die wärmende Maisonne. Die Natur scheint nahezu aus allen Nähten zu platzen; es regt und entfaltet sich, wächst an allen Ecken. Viele Kräuter sind nun schon hoch gewachsen und es ist Zeit zum Pflücken, Sammeln und Verarbeiten. Erste (Winter-)Vorräte werden anzulegen. Irgendwann einmal, mach ich auch frei, den ganzen Mai!

Für alles ist ein Kraut gewachsen, heißt es und auch, dass sich die für den Menschen wichtigen (Heil-) Kräuter, um sein Haus ansiedeln. Taraxacum officinale – der Gemeine Löwenzahn, ist nicht unbedingt für alle ein willkommener Gast. Weder im Beet , noch auf dem gepflegten Rasen. Vielleicht erinnerst Du Dich, an die nette Geschichte von Ravi zu diesem Thema. Wenn wir wüssten, welch enorme Kräfte in ihm stecken, würden wir uns freuen, dass er sich nach der Blüte immer wieder selbst aussät. Ich bin immer wieder voller Ehrfurcht, wenn ich sehe, wie es einer dieser Pflanzen gelingt, sich ihren Weg zu bahnen, auf dem mit Steinen angefüllten Hof. Ist uns eigentlich bewusst, dass wir durch den Genuss der Pflanze, dieses Potential mit in uns aufnehmen?

„Löwenzahn enthält vieles, was unserem Körper guttut: Bitterstoffe, Cholin, Inulin, sehr viele Mineralien, wie z.B. Kalzium, Natrium, Kieselsäure, Schwefel und in frischen Blättern einen hohen Anteil an Kalium. Die Bitterstoffe wirken appetitanregend und verdauungsfördernd, Cholin wirkt auf die Gallenblase und den Darm. Es kann die Dickdarmschleimhaut erregen, weshalb der Löwenzahn abführend wirkt.“ Der Stoffwechsel in der Leber wird unterstützt sowie die Produktion von Gallensaft. Man kann sagen, dass der Löwenzahn ein Heilkraut für Leber und Galle ist.

Ein stressiger Lebensstil wirkt sich auf den ganzen Körper aus und beeinflusst enorm die Arbeit unserer Organe. Der Stoffwechsel, Verdauung und Entgiftung, braucht Zeit & Ruhe. Kräuter sammeln und verarbeiten kann sehr entspannend sein. Die Freude und Dankbarkeit über die Geschenke aus der Natur, wirken sich harmonisierend auf die Abläufe im Körper aus. Die wertvollen Ingredienzien tun ihr übriges für das Wohlsein.

Der Inulingehalt in den Wurzeln der Pflanze (im Herbst höher), kann den Kohlenhydratstoffwechsel, besonders den Zuckerstoffwechsel, günstig beeinflussen. Löwenzahn ist so auch das Kraut für eine Diät und Heilpflanze für alle Diabetiker. Die Nieren werden angeregt, harnpflichtige Stoffe aus dem Körper auszuscheiden. Der Gemeine Löwenzahn ist entwässernd – ideal zur Entschlackung – und hilfreich bei chronischen, rheumatischen und arthritischen Erkrankungen.

Detox Im Frühjahr profitieren wir von der blutreinigenden Kraft und fühlen, wie der Körper belebt wird, die Darmtätigkeit verbessert und Leber, Galle, Nieren und Blase angeregt werden. Die Blätter enthalten jetzt viel Vitamin C und sind eine wertvolle Ergänzung im herkömmlichen bunten Salat.

Taraxacum ist auch ein Mittel in der Klassischen Homöopathie. Sein Einfluss auf die Leber steht auch hier an erster Stelle. Gelbsucht, Gallensteine und „ein Schwächegefühl im ganzen Körper“ können u.a. Indikatoren für die Verschreibung sein.

Textquellen/ Zitate:
Susanne Fischer-Rizzi „Medizin der Erde“
„Phatak“ (Homöopathie) -vielen Dank!

 

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