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Yoga

Schmerzen mit Achtsamkeit begegnen

„Du bist nicht der Schmerz“.

Ziel der Achtsamkeitsmeditation ist, Schmerzen neu zu begegnen. Es geht nicht um Defizite, sondern darum, die persönlichen Ressourcen in den Vordergrund zu stellen. Jon Kabat-Zinn nennt diese Einstellung „verständige Aufmerksamkeit“.

Schmerzen sind Signale unseres Körpers, die wir entschlüsseln können, wenn wir mutig genug sind, uns ihnen zu stellen. Indem wir sie als Teil unseres Seins begreifen und akzeptieren, lernen wir, dass sie uns nicht beherrschen. Vielmehr sind sie ein dynamisches Phänomen. Wir werden zu Zeugen des Geschehens und hören auf, weiter Opfer zu sein.

Eine Reihe von Studien belegt inzwischen die medizinische Wirksamkeit des Ansatzes von Jon Kabat-Zinn. Forscher der Wake Forest University in North Carolina wiesen kürzlich nach, dass Patienten, die meditieren, Schmerzen als deutlich weniger intensiv und unangenehm wahrnehmen.
Messungen zeigen, dass die Aktivitäten in den Bereichen des Großhirns, die für die Schmerzwahrnehmung zuständig sein, zurückgehen. Schon vier Tage Achtsamkeitsmeditation reichen für eine deutliche Verbesserung – das schaffen viele Schmerztabletten nicht.

Ausgewählte Wirkungen auf Körper, Geist und Seele

Herz-Kreislauf-System
Der Herzschlag beruhigt sich. Regelmäßige Meditation kann hohe Blutdruckwerte soweit senken, dass keine Medikamente mehr nötig sind. So wird das Herz entlastet, das Herz-Kreislauf-System gestärkt und Infarkten vorgebeugt.

Immunsystem
Es hat sich gezeigt, dass der Körper Krankheitserreger besser abwehren kann und Entzündungen besser verheilen. So wird Meditation inzwischen auch begleitend zur Therapie bei schweren Erkrankungen eingesetzt. (Es gibt dazu Studie mit Brustkrebspatienten. Ergebnis: Immunsystem hat sich deutlich stabilisiert,)

Gehirn
Hier verzeichnen sich die stärksten Auswirkungen der Meditation. Die Isolation der Nervenzellfortsätze wird verbessert, mit dem Ergebnis, dass Signale schneller weitergeleitet werden. Wir sind wacher, reagieren schneller. Die Bildung neuer Nervenzellen wird angeregt, der Alterungsprozess verlangsamt sich.
In der Meditation verlangsamt sich die Aktivität der Hirnströme: wir gelangen in einen Zustand tiefer Entspannung zwischen Wachen und Schlafen. Ideal also für Menschen mit Schlafstörungen.
Ebenfalls messbar ist, dass die Aktivität im linken Stirnhirn deutlich ansteigt, einem Hirnareal, das negative Gefühle begrenzt und für heitere Ausgeglichenheit und Gemütsruhe sorgt.

Seele
Studien belegen, dass Meditierende zu 87 Prozent weniger an psychischen Krankheitsbildern wie Angsstörunge und Depressionen leiden als andere. Dafür gibt es diverse Gründe. Indem wir Tiefenatmung üben, verfallen wir in Stress-Situationen nicht mehr so leicht in die flache Panikatmung im oberen Brustbereich. Angstpatienten können durch richtiges Atmen ihre Attacken deutlich besser kontrollieren.

In der Tiefenentspannung werden weniger Stresshormone und mehr Glückshormone ausgeschüttet. Denn wir sind nicht nur während, sondern auch lange nach einer Achtsamkeitsmeditation merklich gelassener.

Alles ist im stetigen Wandel

Eine der größten Herausforderungen des Lebens besteht darin, dass es sich ständig verändert. Aufgaben, die auf uns zukommen, Menschen, denen wir neu begegnen, Krisen, denen wir uns stellen müssen – alles bringt Wandel mit sich. Wir versuchen auszuweichen, suchen Halt und dauerhafte, stabile Verhältnisse. (…) Während der Meditation nehmen wir den Wandel an. Wir beobachen unseren Körper und Geist und erleben den unaufhörlichen Wechsel unsere Empfindungen, Gedanken und Gefühle. Wir kehren zurück an die Quelle des ewigen Seins. Und werden dabei ganz.

Textquelle © Happinez
Auszüge aus dem Artikel „Zurück zur Freude“ von © Gertje Krumbholz, Christiane S. Schönemann
Photo

(Ich habe den Artikel im Rahmen eines Seminares zum Thema „Achtsamkeit“ vorgelesen. Aufgrund des großen Interesses, findet der Text in Auszügen seinen Platz hier. Leider weiß ich nicht mehr, welcher Ausgabe ich ihn entnommen habe.)

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