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Inspiration

Sichtweise des Alters

Ein geplagter Vater gab besorgt seinem Sohn den Rat:

„Laß oh Sohn, dich nicht vom Sprichwort leiten: Jede Blume duftet anders, und verzichte darauf, dich in den vielfältigen betäubenden Blüten der Weiblichkeit zu baden.“

Der Sohn gab ihm zu bedenken:

„Mein lieber Vater, du hast das paradiesische Antlitz dieser Frauen noch nicht gesehen. Deine Augen sind noch nicht in die Schwärze ihrer Haare getaucht und dein Blick hat sich noch nicht an dem Muttermal an ihrem Kinn erfreut. Gedankenvoll in einer Ecke sitzend, inmitten der Verliebtheit in den Schlaf sinken, geschüttelt von stürmischen Träumen.“

Dem entgegnete der Vater:

„Mein lieber Sohn, du hast eine Tafel ohne Brot und Speise noch nicht gesehen. Du hast die Härte der Frau und die weinenden Stimmen der Kinder noch nicht erlebt. Gedankenvoll in einer Ecke sitzend und inmitten der Schulden, das Kommen vieler unerwarteter Gäste erleben.“

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© aus dem Buch: „Der Kaufmann und der Papagei“ von Nossrat Peseschkian

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